Wildkräuter

Wildkräuter

Immer mehr Menschen interessieren sich für Wildkräuter

Es gibt Wildkräuter, die das ganze Jahr und an jedem Ort leicht und in größeren Mengen zu finden sind: Gänseblümchen, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere, Spitzwegerich, Rotklee und Gundelrebe wachsen fast überall. Sie unterstützen eine gesunde Ernährung und ein starkes Immunsystem!

Sie überbieten Kulturpflanzen an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen um ein Vielfaches.

Wildkräuter können ohne weiteres als Grundlage für grüne Smoothies, Beigaben zu frischen Salaten oder auch getrocknet in Kräutersalzen eingesetzt werden.   

Jedoch nicht nur Kräuter sind interessante Nährstofflieferanten, sondern auch ihre Verwandten, die Gewürze.

Gänseblümchen

Gänseblümchen gehören zu den ersten Frühlingsboten und blühen dann unermüdlich das ganze Jahr über.

Sie sind äußerst widerstandsfähig, anspruchslos und überall zu finden. Verwenden kann man sowohl die Blüten, als auch die Blätter. Es enthält neben Kalium, Calcium, Magnesium auch Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide und Saponine.

Mit Eigenschaften wie schleimlösend, auswurffördernd und stoffwechselanregend kann es gut bei Erkältungen eingesetzt werden.

In der Küche ist es ebenso vielseitig, etwa als leckerer Bestandteil von Salaten, Suppen und natürlich auch als Deko.

Geschmacklich erinnert es an Feldsalat mit einer leichten Kamillenote.

Bärlauch

Der bärenstarke Bärlauch trägt den Namen des Bären, des Seelentiers und Fruchtbarkeitssymbols der Germanen. Der Bär war ein Frühlungsbringer, mit seinem Erscheinen war die Kraft des Winters gebrochen, dementsprechend wichtig war die Pflanze früher – und ist es auch noch heute.

Er findet sich in tiefgründigen feuchten Böden, bevorzugt im Schatten, gerne in lichten Wäldern.

Er blüht von März bis Mai und kann vor der Blüte gesammelt werden.

In der Küche ist er vielseitig einsetzbar. Ob als Aufstrich, Pesto, Öl, eingelegte Kapern, als Essenz, Sauce oder Wein – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wertvoll machen ihn seine Inhaltsstoffe wie ätherisches Öl, Allicin, Glycoside Fructosane, Vitamin C und Eisen.

Er hat reinigende, harntreibende, blutdrucksenkende und antiseptische Eigenschaften.

Doch Vorsicht: seine Blätter sind denen des giftigen Maiglöckchens und denen der giftigen Herbstzeitlose zum Verwechseln ähnlich! Im Zweifel sollte man immer am Blatt reiben, dem Bärlauch entströmt ein starker Zwiebelduft.

 

 

 

 

 

 

 

Scharbockskraut

Scharbockskraut gehört zu den ersten Vitamin-C-Lieferanten und ist genießbar, bis seine gelben Blüten kommen – dann ist es wegen seines hohen Alkaloidgehalts giftig.

Es gedeiht zwischen März und Mai auf feuchten Wiesen und an Bächen, ist aber auch in vielen Gärten heimisch und bedeckt häufig die Beete mit seinem frischen Grün.

Man sammelt die jungen Blätter. In früheren Zeiten hat das Scharbockskraut mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt vor Skorbut geschützt. Es wurde direkt von der Wiese verzehrt.

Seine leichte Schärfe erinnert geschmacklich an Portulak. Man genießt es roh und so frisch wie möglich – in Salat, Quark, grüner Sauce, auf Brot und im Smoothie.

 

 

 

 

 

 

Giersch

Giersch ist wohl das meistgehasste Wildkraut in deutschen Gärten – sehr zu unrecht! Denn unter unseren heimischen Wildkräutern ist er der beste Eiweißlieferant und übertrifft alle Kulturpflanzen mit seinem Vitamin A- und Eisengehalt bei weitem. Er ist reich an Kalium, Calcium und Magnesium. Da er schnell in größeren Mengen zu ernten ist, ist er das geeignete Basisgrün für viele Gerichte. Die jungen Blättchen  eignen sich perfekt für Salate, Smoothies, Pestos, als Brotaufstrich, etc..

Er gedeiht in feuchten, schattigen Lagen und vermehrt sich extrem über Wurzelausläufer.

Für die basische Ernährung gilt Giersch als wertvollstes Wildkraut, er wirkt harnsäurelösend, entwässernd und entzündungshemmend. Er kann nicht überdosiert werden. Er schmeckt angenehm würzig nach Petersilie und Möhre.

Giersch wird traditionell angewandt bei Gicht, Rheuma und Arthritis. Man erntet ihn von März bis Oktober, es können alle Pflanzenteile verzehrt werden: Blatt, Blüte und Frucht.